Hier also ein kleiner Ausflug in die Volta Region Ghanas:
Alsooo,los gings am Donnerstag (15.1.);wie immer mit den heissgeliebten Trotros quer durch die Landschaft.
Zuerst fuhren wir nach Accra,von wo aus wir mit Proviant (Rice and Stew in der Plastiktuete,Kekse,Eis,PlantainChips) bewaffnet die Reise in die Volta Region antraten.
Die Trotrofahrt dauerte insgesamt 4 Stunden (wir waren also recht flott unterwegs!) und bei der schoenen Landschaft kommt einem das vor,als rase man schier...So spannend und immer wieder aufregend...Bin einfach jedes Mal so gespannt,neue Ecken von Ghana zu sehen!
Die Strecke ist wirklich schoen und bietet ein anderes Gesicht Ghanas----zuweilen waren wir sehr schockiert ,denn was wir sahen,war nicht eine gruene gruene Lanschaft,sondern:
FEUER
FEUER
BRENNENDER BUSCH
!
JA, richtig gelesen: links und rechts von der Fahrbahn brannte das Land und wir bahnten uns einen Weg durch die Rauschschwaden. Ueberall schwarzer Rauch und wir bekamen es mit der Angst zu tun.Vor uns brennt es und wir? FAhren einfach mal blind ins Feuer rein!Also Schal vors Gesicht und Augen zu und durch das Motto...
Warum der Busch brenne,fragte ich meinen ghanaischen Nachbarn. Mhhh,er wisse es nicht genau,meinte er.Es koennte sein,dass man das Land neu bebauen mag und deshalb brandrodet oder aber die Jaeger moechten die Tiere fangen und um sie zu erhaschen,werde eben der Busch angefackelt um sie zu umzingeln und in die Enge zu treiben....Sosoooo und dann ist Trockenzeit und der Busch brennt und lodert unkontrolliert vor sich hin??? Genau so ist es! Und nachdem es sich gelegt hat,so faehrt man durch eine Landschaft,die verbrannt ist..Ueberall ist es schwarz,die Erde schwehlt vor sich hin,raucht. Ein gruseliges,unwirkliches Bild einer verbrannten Erde...
Von Ho (Hauptstadt der Voltaregion) aus ging es weiter nach Adaklu,dem eigentlichen Ziel unseres Ausflugs.Dort in Adaklu waren wir zu BEsuch bei Mum Ethel eingeladen.Eine Ghanain,die frueher mal hier im Waisenhaus in BAwjiase gearbeitet hat und nun in Adaklu ein Waisenhaus fuer derzeit noch 6 Kinder gegruendet hat.
Die Fahrt nach Adaklu?Wie soll man sie bloss beschreiben?WIr sassen gut eine Stunde zusammengequetscht in einem Wuestentrotro,welches wie aus dem Bilderbuch entsprungen durch die LAndschaft bretterte..DAs Trotro war ein alter,klapperiger,laut toenernder Jeep mit maechtig viel Gepaeck auf dem Dach und viel zu vielen Leuten an Board.Aber Gruppenkuscheln ist ja Volkssport,also:los gehts!
Ueber Stock und Stein ging es also quer durch NO MAN'S LAND---wir inmitten des ghanaischen Nirgendwos!Herrlich und wie es uns durchgeschuettelt hat!DAs kann man sich nur schwer vorstellen,wenn man es noch nicht erlebt hat..Aber stellt euch einfach eine Piste vor,irgendwo in der Pampa oder im Outback von Ghana ,die vor Urzeiten mal plattgewalzt wurde und als Strasse dient.Schlagloecher sich Schlagkrater und man wird sooooooooo sehr durchgeschuettelt,dass einem fast seekrank bei wird.So oder so aehnlich war unsere Ruckelfahrt nach Adaklu.
Dort stiegen wir also aus.Endstation, Und wir hatten vereinbart,dort abgeholt zu werden.Aber nach einem kurzen Anruf stellte sich heraus,dass es 2 Teile von Adaklu gibt und wir zu weit gefahren sind und ein Stueck zuruecklaufen mussten.Mhhh, 4 Maedels inmitten einer fremden LAndschft,ohne Plan,wo sie eigentlich sind...Also irrten wir den Weg zurueck ins 'richtige' Adaklu,wo wir von Mum Ethel herzlich in Empfang genommen wurden.
Adaklu....ist malerisch gelegen und direkt vor einem blickt man auf einen riesen Berg;den Hausberg,wie ich ihn nannte.Adaklu liegt in der Mitte des Nirgendwo und ausser ein Paar Lehmhuettchen,wenigen MEnschen,ein paar obligatorischen Ziegen,gibt es dort nichts...Der PAlaverbaum stellt die Dorfmitte dar.So ein urspruegliches Dorf,so ein urspruengliches Afrika, habe ich bisher selten gesehen und erleben duerfen.Wie im Film, bloss,dass man wirklich da ist,es mit eigenen Augfen sieht,wie einfach diese Menschen hier leben,ohne jeden Luxus, in der Pampa ab vom Schuss des Lebens,ohne Zugang zur modernen Welt ---- Back To The Roots!
Adaklu ist der gechillteste Fleck auf der Welt.Wer also jenseits der Zivilisation mal paar TAge nur entspannen mag und alles andere soll und kann und darf schnuppe sein: dem kann ich Adaklu nur waermstens ans Herz legen!
Mum Ethel hat uns kulinarisch den ganzen TAg verkoestigt und ich habe noch nieeee so gut in Ghana gekocht bekommen.Es war wie bei Oma: den ganzen Tag wird man betueddelt und bekocht! Herrlich! Mum Ethel ist die Beste!
Zur BEgruessung wurden Trommler eingeladen und die Frauen und Kinder haben fuer uns getanzt und gesungen..Es war ein solcher Frieden dort zu spueren,das war so schoen.Wir haben uns so willkommen gefuehlt!Da sitzt man also irgendwo in Adaklu,in the PAmpa of Ghana und einem wird ein solches Empfang bereitet...
Geschlafen haben wir in nem halbfertigen Haus (Baustelle :) ),wo spaeter einmal mehr Kinder einziehen werden.
Dann sind wir noch spazieren gewesen durchs Dorf und die Menschen in Adaklu sind Weisse nicht gewoehnt.Vielleicht sind bisher auch nur eine Handvoll Weisser jemals gekommen...Alle schauen schuechtern und verwundert,winken lieb und gruessen,sagen you are welcome...
Zwei schoene TAge waren es in Adaklu und ich habe ein neues Gesicht Ghanas kennengelernt.War ein toller Ausflug.
DAnach bin ich heimgefahren,habe 2 Tage allein im Lucky Store verbracht und bin ins Unterrichten gestartet.English und ICT!Jippie!Macht Spass und erfuellt mich.
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1 Kommentar:
kinder, kinder, kinder :D wie schön! hach luisa, es freut mich so, dass es dir so gut geht!
vermiss dich unglaublich und kanns kaum erwarten, deine begeisterten berichte "live" zu hören!
ganz dicker kuss,
deine kay
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